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Ordnung im Leben: Tipps von einem Aufräumcoach

Ordnung ist das halbe Leben. Diese Weisheit kennen wir alle, nur ist es nicht immer so einfach, sich im stressigen Alltag auch daran zu halten. Schnell passiert es, dass einem aus dem unterschiedlichsten Gründen alles über den Kopf wächst und die Wohnung in einen schrecklichen Zustand gerät. Genau dann ist die Hilfe von Aufräumcoach Rita Schilke gefragt. Im Interview verrät Sie uns ein bisschen mehr über Ihren Beruf und die richtige Herangehensweise für ein aufgeräumtes Zuhause.

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Wie wird man zum Aufräumcoach?

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Aufräumcoach Rita Schilke

Nach einer technischen Ausbildung und Berufserfahrungen u.a. in Logistik und Hauskrankenpflege spürte ich, wie viel Freude es mir macht, mich auf unterschiedliche Menschen mit ihren jeweils ganz persönlichen Bedürfnissen einzustellen und ihnen in ihrem Alltag behilflich zu sein. Als ich über einen Zeitungsartikel auf das Aufgabengebiet des professionellen Aufräumens aufmerksam wurde, war mir klar, dass ich damit meine Berufung gefunden hatte.

Was ist die erste Amtshandlung, wenn Sie zu einem neuen Kunden kommen?

Bei meinem ersten Besuch bei einem neuen Kunden nehmen wir uns gemeinsam zunächst ein wenig Zeit und besprechen in Ruhe, was konkret ansteht. Ich frage also: „Wo drückt der Schuh am meisten?“. Wir besprechen dann die Vorstellungen des Kunden, meine Vorschläge dazu und legen gemeinsam ein Ziel sowie einen Weg fest, der zur gewünschten Ordnung führt. Wenn sich Kunden dabei schwer tun, ist mein Rat, mit dem Raum zu beginnen, in dem sich die Kundin / der Kunde viel aufhält. Ich empfehle oft, mit dem Schlafzimmer zu beginnen. Dieser Raum soll uns Ruhe und Entspannung bringen und nicht mit zu vielen Dingen vollgestellt sein. Und dann fangen wir gemeinsam an.

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Haben Sie einen typischen Kunden oder sind es ganz unterschiedliche Menschen, die Ihre Dienste brauchen?

So unterschiedlich die Gründe sind, warum Menschen die Unterstützung eines Aufräumcoach  in Anspruch nehmen, so unterschiedlich sind auch die Menschen. Manche haben es vielleicht nie richtig gelernt, Ordnung zu schaffen und zu halten. Andere sind beruflich extrem eingespannt, so dass einfach keine Zeit bleibt. Oder es gibt eine besonders belastende Situation wie etwa eine Trennung oder einen Umzug. Und auf einmal wird einem alles zu viel. Manchmal sammeln sich auch viele Dinge an, weil man glaubt sie noch einmal brauchen zu können. Und zwar mehr, als man ordentlich aufbewahren kann. Oder es besteht der Wunsch nach einer kompletten Neugestaltung. Meine Klienten setzen sich aus allen Altersgruppen (vom Teenager bis zur Seniorin) und aus allen sozialen Schichten und Berufen (vom Auszubildenden bis zur Managerin und dem Hochschulprofessor) zusammen.

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Was wären Ihre drei Tipps für mehr Ordnung?

Bei der Arbeit mit meinen Klientinnen und Klienten haben sich v.a. folgende drei Tipps sehr bewährt:

–Genügend Platz für die Ablage

–Sofort aufräumen als gute Gewohnheit und Dinge immer gleich an ihren Platz zurücklegen

–Ausmisten können heißt Entscheiden können

Gemeinsam mit meinen Klientinnen und Klienten entwickle ich eine jeweils persönliche Strategie für die Anwendung dieser Tipps.

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Halten Sie es auch bei sich privat sehr aufgeräumt?

Immer wieder fragen mich Kunden:

–„Wie aufgeräumt ist es denn bei Ihnen“?

–„Was haben Sie für eine Wohnung?“

–„Ist Ihre Wohnung ganz steril und leer?“

–„Wie räumen Sie denn Ihre Zimmer auf?“

Die drei genannten zentralen Tipps wende ich auch persönlich für meine Wohnung an:

Genügend Platz für die Ablage

Als erste Voraussetzung für ein aufgeräumtes Zuhause habe ich in meiner Wohnung genug Platz, um die Dinge, die mir wichtig sind und die ich wirklich benötige, übersichtlich und systematisch zu verstauen. Der Umfang ist natürlich bei jedem Menschen verschieden und hängt ganz von seinen bzw. ihren persönlichen Vorlieben, Tätigkeitsfeldern und Hobbys ab. Aber zu diesen muss der verfügbare Platz eben passen. Sonst kann es von Anfang an sehr schwierig werden mit dem Aufräumen. Also genügend Staufläche in Schränken, Regalen und Schubladen schaffen! Schränke, Regale und Stauraum nach ästhetischen Gesichtspunkten auszuwählen und harmonisch anzuordnen ist dabei ebenso wichtig, wie auf die praktische Verwendbarkeit zu achten, also z.B., ob ein Wandregal in der Höhe angebracht ist, damit ich an bestimmte Dinge auch herankomme. Und natürlich geht es immer darum, bei allem das richtige Maß zu finden!
So ist es auch in meiner Wohnung, in der genug Raum ist, damit alles seinen Platz finden kann und es genügend Freiraum gibt, damit Luft zum Atemholen bleibt und der Blick frei schweifen kann.
Das ist also die erste, wichtige Voraussetzung, damit Ordnung geschaffen werden kann in Bücherregalen und Schränken, in Schubladen, auf Schreibtischen und auch in Kellerabteilen.

Sofort aufräumen als gute Gewohnheit

Was ich wirklich jedem empfehlen kann und was ich selbst konsequent einhalte: die Dinge, die ich gerade verwendet habe, an ihren Platz zurückzustellen, nachdem ich sie nicht mehr brauche: sei es ein Buch, das ich aus dem Bücherregal im Wohnzimmer genommen habe, sei es einen Topf aus dem Schrank in der Küche, sei es eine Jacke aus dem Schrank im Schlafzimmer. Konsequent lege, stelle, hänge ich die Dinge wieder zurück. So finde ich sie auch leicht wieder, wenn ich sie das nächste Mal brauche. Mit dieser guten Gewohnheit schaffe ich es, dass meine Wohnung eigentlich immer aufgeräumt ist. Und es braucht nicht viel, sich dies wie das regelmäßige Zähneputzen anzugewöhnen. Ein bisschen Disziplin gehört freilich dazu.
Manchmal muss auch erst der richtige Platz, z.B. für die Uhrensammlung oder eine besonders schöne Vase gefunden werden, damit sie auch wirklich zur Geltung kommen. Auch das gehört zum Aufräumen mit System. Und ich habe einen guten Blick dafür, gute Plätze für schöne Dinge zu finden, in meiner Wohnung und bei meinen Klientinnen und Klienten.
Immer gleich aufzuräumen und schöne Plätze für die Dinge zu finden, die mir wichtig sind, ist die zweite Geheimnisformel, die mir dabei hilft, dass ich immer in einer harmonisch aufgeräumten Wohnung lebe.

Ausmisten können heißt Entscheiden können

Auch wenn es für alles genügend Platz gibt, wird es hin und wieder notwendig, systematisch Schränke auszumisten, die Kleidung durchzusehen und die Zimmer gründlicher aufzuräumen. Dabei überlege ich mir dann z.B., wann ich eine Bluse oder Hose das letzte Mal getragen haben und ob sie noch wirklich zu den Kleidungsstücken gehört, die ich wirklich gerne anziehe. Oder ich prüfe, ob ich einen bestimmten Gegenstand wirklich noch verwende. Ein fester Termin für so eine „Aufräumen / Ausmisten-mit-System-Aktion“ und ein vorher dafür festgelegter Zeitraum sind dabei sehr hilfreich. Meist starte ich auch bei mir alle drei Monate so einen Check.
Das wichtigste dabei ist das Entscheiden-Können, denn zu langes Zögern würde dazu führen, dass ich meine Entscheidung hinausschiebe und sich die Dinge dann wieder stapeln. Ich selbst bin eine sehr entscheidungsfreudige Person und erlebe immer wieder, wie befreiend und wohltuend es ist, sich nach so einer Ausmistaktion in der neuen Klarheit meiner schönen Wohnung aufzuhalten. Und diese Fähigkeiten stelle ich meinen Klientinnen und Klienten gern zur Verfügung.